Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist in der Schweiz die häufigste Ursache für schwere Sehbehinderungen im höheren Alter. Ab dem 50. Lebensjahr steigt das Risiko für eine AMD, wobei ab dem 75. Lebensjahr etwa jede dritte Person betroffen ist. 20-30% der über 65-jährigen weisen frühe Anzeichen einer AMD auf, während 10-15% eine behandlungsbedürftige Form entwickeln.

Grundsätzlich handelt es sich bei der Altersbedingten Makuladegeneration – wie der Name sagt – um eine Erkrankung des Alters. Es ist eine chronische und nicht heilbare Erkrankung des zentralen Bereichs der Netzhaut, der sogenannten Makula. Die Makula ist verantwortlich für ein scharfes Sehen und ermöglicht uns u.a. das Lesen von Texten, das Betrachten von Gegenständen und das Erkennen von Gesichtern. Ursächlich für die Erkrankung sind vor allem alterungsbedingte Veränderungen der Netzhautstrukturen, aber auch genetische Faktoren, Sonnenlicht, Rauchen und andere bis dato noch nicht bekannte Faktoren. In der Netzhaut kommt es zu Ablagerungen (sog. Drusen), welche nicht mehr weiter abgebaut werden können und die Fotorezeptoren und die normale Netzhaut-Struktur schädigen. Bei gewissen Formen kann es zum Wachstum von krankhaften Gefäßen (sog. Neovaskularisationen) unter die Netzhaut kommen, welche dann Flüssigkeit und Blut in die Netzhaut abgeben. Man unterscheidet grundsätzlich zwei verschiedenen Formen der altersbedingten Makuladegeneration:

  • die trockene Makuladegeneration
  • die feuchte Makuladegeneration

Die beiden Formen können unterschiedliche Ausprägungs-Grade aufweisen, zeigen individuell verschiedene Verläufe und können auch ineinander übergehen. Tendenziell schreitet die trockene Form langsamer voran. Die feuchte Form kann zu einer akuten Sehverschlechterung führen, ist jedoch seit ca. 2005 einer medikamentösen Therapie mit regelmäßigen Spritzen ins Auge (sog. intravitrealen Injektionen) zugänglich.

Was ist das?

Was ist das?

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist in der Schweiz die häufigste Ursache für schwere Sehbehinderungen im höheren Alter. Ab dem 50. Lebensjahr steigt das Risiko für eine AMD, wobei ab dem 75. Lebensjahr etwa jede dritte Person betroffen ist. 20-30% der über 65-jährigen weisen frühe Anzeichen einer AMD auf, während 10-15% eine behandlungsbedürftige Form entwickeln.

Grundsätzlich handelt es sich bei der Altersbedingten Makuladegeneration – wie der Name sagt – um eine Erkrankung des Alters. Es ist eine chronische und nicht heilbare Erkrankung des zentralen Bereichs der Netzhaut, der sogenannten Makula. Die Makula ist verantwortlich für ein scharfes Sehen und ermöglicht uns u.a. das Lesen von Texten, das Betrachten von Gegenständen und das Erkennen von Gesichtern. Ursächlich für die Erkrankung sind vor allem alterungsbedingte Veränderungen der Netzhautstrukturen, aber auch genetische Faktoren, Sonnenlicht, Rauchen und andere bis dato noch nicht bekannte Faktoren. In der Netzhaut kommt es zu Ablagerungen (sog. Drusen), welche nicht mehr weiter abgebaut werden können und die Fotorezeptoren und die normale Netzhaut-Struktur schädigen. Bei gewissen Formen kann es zum Wachstum von krankhaften Gefäßen (sog. Neovaskularisationen) unter die Netzhaut kommen, welche dann Flüssigkeit und Blut in die Netzhaut abgeben. Man unterscheidet grundsätzlich zwei verschiedenen Formen der altersbedingten Makuladegeneration:

  • die trockene Makuladegeneration
  • die feuchte Makuladegeneration

Die beiden Formen können unterschiedliche Ausprägungs-Grade aufweisen, zeigen individuell verschiedene Verläufe und können auch ineinander übergehen. Tendenziell schreitet die trockene Form langsamer voran. Die feuchte Form kann zu einer akuten Sehverschlechterung führen, ist jedoch seit ca. 2005 einer medikamentösen Therapie mit regelmäßigen Spritzen ins Auge (sog. intravitrealen Injektionen) zugänglich.

Wie erkennt man sie?

Oft bemerkt man selbst eine Beeinträchtigung der Lesefähigkeit oder des zentralen Sehens. Gerade Linien werden gewellt, Konturen verzerrt, das Sehfeld ist durch einen dunklen/trüben Fleck eingeschränkt. Ihr Augenarzt/-ärztin stellt die Diagnose Makula-Degeneration mit einer Netzhaut-Untersuchung, wobei zusätzliche Untersuchungen mit speziellen Scannern (OCT) oder Fotografien mit Kontrastmittel-Gabe (sog. Fluoreszenzangiographie) notwendig sind.

Eine Heilung ist nicht möglich und man kann eine Makuladegeneration auch nicht verhindern. Im Fall einer feuchten Makuladegeneration wird ein Medikament (Anti-VEGF) direkt ins Auge gespritzt. Das Medikament dichtet krankhafte Gefäße ab und trocknet die Netzhaut aus. Da das Medikament eine beschränkte Wirkdauer hat müssen die Injektionen in regelmäßigen Abständen wiederholt werden. Die Injektionen werden

im Operationssaal unter sterilen Bedingungen durchgeführt. Wenn die Netzhaut langfristig feucht bleibt, so werden die Netzhaut-Strukturen permanent geschädigt. Ziel der Therapie ist es, eine trockene Makula zu erreichen.

Die trockene Makuladegeneration ist bis dato keiner effektiven Therapie zugänglich und in der Schweiz gibt es bis anhin keine von der Swissmedic zugelassene Therapie für intravitreale Injektionen in diesem Fall. Ein neuer, nicht-invasiver Ansatz, der in einigen Praxen angeboten wird, ist die Photobiomodulation, eine Art sanfte Laser- bzw. Lichttherapie.

Unterstützende Maßnahmen bei allen Formen der AMD sind ein gesunder Lebensstil, eine gesunde Ernährung (farbiges Gemüse, Fisch) und/ oder die Einnahme hochdosierter, augenspezifischer Vitamine mit Lutein. Auch der Schutz vor Sonnenlicht mit einer Sonnenbrille und der Verzicht aufs Rauchen ist empfehlenswert.

Was kann man therapeutisch machen?

Was kann man therapeutisch machen?

Eine Heilung ist nicht möglich und man kann eine Makuladegeneration auch nicht verhindern. Im Fall einer feuchten Makuladegeneration wird ein Medikament (Anti-VEGF) direkt ins Auge gespritzt. Das Medikament dichtet krankhafte Gefäße ab und trocknet die Netzhaut aus. Da das Medikament eine beschränkte Wirkdauer hat müssen die Injektionen in regelmäßigen Abständen wiederholt werden. Die Injektionen werden

im Operationssaal unter sterilen Bedingungen durchgeführt. Wenn die Netzhaut langfristig feucht bleibt, so werden die Netzhaut-Strukturen permanent geschädigt. Ziel der Therapie ist es, eine trockene Makula zu erreichen.

Die trockene Makuladegeneration ist bis dato keiner effektiven Therapie zugänglich und in der Schweiz gibt es bis anhin keine von der Swissmedic zugelassene Therapie für intravitreale Injektionen in diesem Fall. Ein neuer, nicht-invasiver Ansatz, der in einigen Praxen angeboten wird, ist die Photobiomodulation, eine Art sanfte Laser- bzw. Lichttherapie.

Unterstützende Maßnahmen bei allen Formen der AMD sind ein gesunder Lebensstil, eine gesunde Ernährung (farbiges Gemüse, Fisch) und/ oder die Einnahme hochdosierter, augenspezifischer Vitamine mit Lutein. Auch der Schutz vor Sonnenlicht mit einer Sonnenbrille und der Verzicht aufs Rauchen ist empfehlenswert.

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