In der Augenpraxis beim Schauspielhaus bieten wir Ihnen moderne Glaukomeingriffe mit höchster fachlicher Kompetenz und individueller Betreuung. Ziel der Behandlung ist es, den Augeninnendruck gezielt zu senken und so das Fortschreiten des Grünen Stars zu verhindern. Wir begleiten Sie persönlich von der Diagnose bis zur Nachsorge und wählen gemeinsam die für Sie passende Therapie.
Bei uns gut gesehen
Bei uns gut gesehen
In der Augenpraxis beim Schauspielhaus bieten wir Ihnen moderne Glaukomeingriffe mit höchster fachlicher Kompetenz und individueller Betreuung. Ziel der Behandlung ist es, den Augeninnendruck gezielt zu senken und so das Fortschreiten des Grünen Stars zu verhindern. Wir begleiten Sie persönlich von der Diagnose bis zur Nachsorge und wählen gemeinsam die für Sie passende Therapie.
Was ist ein Glaukom?

- Glaukom ist eine chronische Erkrankung des Sehnervs (Grüner Star), nicht heilbar.
- Betrifft ca. 2–3 % der Bevölkerung.
- Unbehandelt kann es bis zur Erblindung führen, bei Therapie sehr selten.
Augendruck & Ursache
- Augendruck entsteht durch das Gleichgewicht zwischen Kammerwasserproduktion und -abfluss.
- Abfluss ist beim Glaukom gestört, z. B. durch ein enges „Sieb“ oder verstopften „Siphon“.
- Schwankungen des Augendrucks hängen von Tageszeit, Körperposition und körperlicher Aktivität ab.

Therapieansätze

- Medikamentös: Augentropfen, ggf. Tabletten – konsequente Anwendung entscheidend.
- Laser kann zur Verbesserung des Abflusses eingesetzt werden.
- Operativ: Anlage neuer Abflusswege oder Verbesserung bestehender Wege.
- Individuell hängt die Auswahl der Massnahme von Glaukomform, Stadium, Augendruck und persönlichen Gegebenheiten ab.
Lebensstil & Begleitmassnahmen

- Blutdruck und Durchblutung sollten optimiert werden.
- Bewegung: Körperliche Aktivität wird empfohlen.
- Unterstützend können pflanzliche Präparate wie Gingko Biloba sinnvoll sein.
Wichtig zu wissen
- Heilung: Glaukom ist nicht heilbar – die Therapie zielt auf Erhalt des Sehvermögens und Verlangsamung des Fortschreitens.
- Kontrollen: Auch nach einer Operation sind lebenslange augenärztliche Untersuchungen nötig.

Operative Verfahren
Moderne Laser-Verfahren wie die Laser-Trabekuloplastik und die Laser-Iridotomie verbessern gezielt den Kammerwasserabfluss und helfen, den Augendruck zu senken. Beide Eingriffe werden sicher in lokaler Anästhesie in unserer Praxis durchgeführt.
Laser-Trabekuloplastik (ALT / SLT)

- Behandlung des Trabekelmaschenwerks mit Laserstrahl
- Aktivierung der Reinigungszellen (Makrophagen)
- Reduktion des Abfluss-Widerstands und Augendrucksenkung
- Laserarten: ALT oder SLT, SLT etwas schonender, beide gleich effektiv
- Eignung: Nicht alle Glaukom-Formen oder Augen sprechen an, bei sehr hohen oder niedrigen Druckwerten eingeschränkt
- Effekt: Drucksenkung nach 4–6 Wochen, hält max. 3 Jahre, kann wiederholt werden
- Durchführung: wenige Minuten, lokale Anästhesie (Tropfen), Kontaktlinse, kaum schmerzhaft
- Nachbehandlung: Entzündungshemmende Augentropfen ca. 1 Woche
Laser-Iridotomie (LIT)
- Indikation: Engwinkel- und Winkelblock-Glaukome
- Ziel: Mikro-Öffnung in der Iris, erleichtert Kammerwasser-Abfluss
- Anwendung: therapeutisch bei akutem Glaukom, prophylaktisch bei Prädisposition
- Durchführung: lokale Anästhesie, Kontaktlinse, Praxisbehandlung
- Nebenwirkungen: gelegentliche leichte Blutung (resorbiert), sehr selten Blendung durch kleine Öffnung

Filtrierende Eingriffe schaffen einen neuen Abflussweg für das Kammerwasser, um den Augendruck zu senken. Das Wasser fliesst unter die Bindehaut und bildet ein Filterkissen. Diese Verfahren werden vor allem bei fortgeschrittenen oder therapieresistenten Glaukomen eingesetzt.
Filtrierende Eingriffe
Trabekulektomie

- Goldstandard der chirurgischen Glaukombehandlung, über 40 Jahre etabliert
- Neuer Abflussweg für Kammerwasser unter die Bindehaut („Filterkissen“)
- Iridektomie: kleines Stück Iris wird entfernt
- Herausforderung: Wundheilung beeinflusst Langzeiterfolg, Vernarbung kann Druckanstieg verursachen
- Postoperative Betreuung: ca. 3 Monate entzündungshemmende Tropfen, regelmässige Kontrollen in den ersten 6 Wochen
- Erfolg: stabile Drucklage meist nach 4–6 Wochen, Erfolgsrate ca. 90 %
- Mögliche Folge: Beschleunigte Linsentrübung (Katarakt)
Ex-PRESS Mini Shunt
- Modifizierte Trabekulektomie: Mini-Röhrchen statt Schnittöffnung
- Vorteil: kein Iris-Gewebe entfernt, geringeres Blutungsrisiko
- Drainage: Kammerwasser fliesst unter Bindehaut ab
- Gewebeschonender als klassische Trabekulektomie
- Nicht für alle Glaukomformen geeignet

Preserflo-Microshunt

- Neuartiges Minishunt-Implantat (8,5 mm, 70 µm Durchmesser)
- Drainage: Kammerwasser unter die Bindehaut, Filterkissen entsteht
- Gewebeschonend: weniger traumatisch als Trabekulektomie
- Postoperative Betreuung: Wundheilungshemmende Medikamente, regelmäßige Kontrollen
- Von aussen unsichtbar
«Grosse» Shunts (Ahmed, Molteno, Baerveldt)
- Reserviert für komplexe/therapieresistente Glaukome
- Drainage-System: Silikonschlauch + Drainageplatte unter Bindehaut
- Erhöhtes Trauma: komplexer Eingriff, Wundheilung entscheidend für Erfolg
- Filterkissen unter dem Oberlid entsteht ebenfalls

Kombinierte Glaukom- und Grauer-Star-Operation

- Indikation: hoher Augendruck + bestehender Grauer Star
- Vorgehen: Entfernung trüber Linse + Glaukom-Operation
- Vorteil: Drucksenkung oft effektiver
- Idealer Ablauf: Grauer Star zuerst, Glaukom ggf. sekundär; bei sehr hohem Druck auch kombiniert
Operation des Grauen Stars als Glaukom-Therapie
- Alterungsprozess der Linse, Trübung = Grauer Star
- Nebeneffekt: Drucksenkung durch Linsenersatz
- Besonders effektiv bei engem Kammerwinkel
- Strategie: bei niedriger Drucklage primär Grauer Star, Glaukom-Operation nur bei Bedarf

Nicht-filtrierende Glaukom-Operation

- Prinzip: Hohlraum in Sklera für Kammerwasser, Filterkissen entsteht
- Techniken: tiefe Sklerektomie, Viskokanalostomie, Kanaloplastik
- Gewebeschonend: weniger aufwändig als Trabekulektomie
- Postoperative Betreuung: Tropfen und Kontrollen ähnlich, aber etwas einfacher
Minimal-invasive Glaukom-Operationen (MIGS)
- Kleine Implantate direkt in Kammerwinkel eingesetzt
- Chirurgischer Aufwand gering
- Drucksenkung moderat im Vergleich zu klassischen Eingriffen
- Einsatz: frühes Krankheitsstadium, nicht zu hoher Druck
- Implantate: Xen-Gel-Stent, iStent, CyPass u.a.
- Nachbehandlung: Tropfen und regelmässige Kontrollen

Zyklofotokoagulation

- Ziel: Reduktion der Kammerwasser-Produktion durch Laser am Ziliarkörper
- Technik: keine Schnittöffnung, Laser aussen am Auge
- Dauer: <5 Minuten, kurze Vollnarkose notwendig
- Indikation: komplexe Glaukome, Voroperationen, wenn klassische OP nicht möglich
- Effekt: Drucksenkung nach 3–5 Wochen, evtl. Wiederholung nötig
- Nachbetreuung: weniger aufwändig als klassische Operationen
Jetzt Kontakt aufnehmen
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